Verlassene Kinos, verfallene Kurorte, Dörfer im Dornröschenschlaf – in Rumänien ist das kulturelle Erbe vielerorts dem Untergang geweiht. Der Fotograf und Urban Explorer Alex Iacob begibt sich auf eine Reise durch ein Land voller verborgener Geschichten. Für seinen Blog Reptilianul dokumentiert er Orte, die einst Zentren des Lebens waren: das kaiserliche Thermalbad von Băile Herculane, das verlassene Dorf Gherdeal in Siebenbürgen oder das Art-Déco-Kino Marconi in Bukarest, das eine neue Chance bekommt.
Mit seiner Kamera und unerschütterlicher Neugier trotzt Alex dem Verfall und der Gleichgültigkeit, die viele dieser Orte bedroht. Seine Bilder sind stille Anklagen – und zugleich Liebeserklärungen an das, was bleibt. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die nicht aufgeben: die Architektin Oana Chirilă, die das Herkulesbad retten will, und den Aktivisten Edmond Niculușcă, der für den Erhalt des Kinos „Marconi“ kämpft. Gemeinsam stehen sie für eine Generation, die Verantwortung übernimmt und sich weigert, die Vergangenheit dem Profit zu opfern.
Der Film zeigt ein Rumänien jenseits der Klischees – zwischen Erinnerung und Aufbruch, Schönheit und Zerstörung. Rumäniens Lost Places – und was von der Vergangenheit bleibt (AT) ist eine filmische Spurensuche nach Identität und Hoffnung – und eine Hommage an jene, die sichtbar machen, was zu verschwinden droht. Ein eindringliches Porträt einer Generation, das um sein kulturelles Gedächtnis kämpft.
Erstausstrahlung am 23.01.2026 um 19:40 Uhr auf ARTE
Autoren
Alina Teodorescu
Dimitrie Iordanesco
Producer
Michael Richter
Ausführender Produzent
Enzo Maaß
Produzentin
Sandra Maischberger
Redaktion
Kathrin Bronnert
Sabine Puls
Team
Kamera
Dimitrie Iordanesco
Schnitt
Ulrich Skalicky
Postproduktion
Lukas Hinsch
Produktion
Valentina Löhlein
Produktionsleitung
Markus Rogenhagen



