Am 05.07.1996 hält die Welt den Atem an: Am Roslin Institute in Schottland wird mit Dolly das erste geklonte Säugetier geboren. Gleichzeitig wächst die Angst: Wird jetzt der erste Mensch geklont.

Seitdem hat sich die Forschung rasant weiterentwickelt. Die Dokumentation blickt von Dollys Geburt bis in die Gegenwart: Klonen ist heute längst Teil moderner Biotechnologie und selbst Privatpersonen nehmen das Klonverfahren in Anspruch. Nicht nur Promis lassen ihre Haustiere klonen, auch Roberto Novo, ein New Yorker Hairstylist – und er will es wieder tun.

Parallel wirft die Doku einen Blick in die wichtigsten Labore der aktuellen Forschung zum Thema: Von geklonten Schweinenieren bis zur Stammzellgewinnung aus frühen Embryonen. In München forscht Prof. Eckhard Wolf an Schweineherzen für Menschen, um den Organmangel zukünftig zu minimieren. In den USA hingegen werden schon geklonte Schweinnieren in Patienten eingesetzt. Vom Tier zum Menschen ist der Weg nicht weit. Der Reproduktionsbiologe Shoukhrat Mitalipov klonte 2013 erstmals einen menschlichen Embryo und forscht aktuell an neuen Wegen für die reproduktive Medizin. Und 2018 wurden schließlich in China erstmals Primaten geklont – unsere nächsten Verwandten.

Doch der Preis beim Klonen ist hoch: Für Stammzellen werden Embryonen im Frühstadium zerstört und für ein Organ muss ein Tier sterben. Die große Debatte dabei: Was darf Wissenschaft und wo steht Tierwohl und Menschenwürde im Vordergrund?

Die Dokumentation zeigt eindringlich den Nutzen und die Gefahren der Klonforschung – zwischen Medizin, Machbarkeit und moralischer Grenze.

TV-Erstausstrahlung am Sonntag, 5. Juli um 07:15 Uhr auf ARTE

 

 

Buch & Regie
Kirsten Esch

Producerin
Veronika Mendler

Ausführender Produzent
Enzo Maaß

Produzentin
Sandra Maischberger

Redaktion 
Katja Ferwagner (BR Arte)
Daniel Schwenk (BR)

 

TEAM

Kamera
Remco Bikkers
Derich Hartfeil
Torben Müller

Ton
Eduardo Jovanovic
Bea Müller
Ilja Willems

Montage
Robert Vakily

Grafik
Marc Trompetter
Flo Stanger

Farbkorrektur
Wolfdieter Gautzsch

Sprecherin
Cordula Senfft

Tonmischung
Ralph Bienzeisler

Archivrecherche
Bianca Döring

Postproduktion
B.O.A. Videofilmkunst GmbH

Produktion
Julia Klein
Valentina Löhlein

Produktionsleitung
Markus Rogenhagen